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Printauflagen im 1. Quartal: Glamour erzielt Wachstumsrekord dank Shopping Week

Um fast 197.000 verkaufte Exemplare oder gut 45 Prozent übertrifft Glamour das Vorjahresergebnis. Das Condé-Nast-Magazin hält damit in absoluter Rechnung den Wachstumsrekord unten allen bei PZ Online gelisteten frei verkäuflichen Titeln (Grafik unten). Seinen spektakulären Erfolg verdankt es der Glamour Shopping Week. Nach quälend langen Lockdown-Monaten wird die Aussicht aufs Frühjahr die Einkaufslust diesmal besonders stimuliert haben. Mit über 632.000 insgesamt verkauften Exemplaren, schwerpunktmäßig im EV abgesetzt, erreicht die Zeitschrift auch ein neues Allzeithoch.

Der Spiegel, der vor allem vom Abo lebt, ist mit einem stolzen Plus von knapp 62.000 Exemplaren, entsprechend rund neun Prozent erfolgreich. Vom Zuwachs stammen knapp zwei Drittel aus dem Abo, Lesezirkel, Bordexemplare und sonstiger Verkauf steuern zusammen ein Drittel bei.

Lego Marvel Avengers gewinnt gegen Vorjahr gut 27.000 Exemplare im Verkauf, ganz überwiegend im EV. In relativer Rechnung sind dies gut 65 Prozent. Unter den wachstumsstärksten Titeln findet man noch zwei weitere Lego-Titel, und insgesamt stellen Kinderzeitschriften fast ein Drittel der Top 30.

Das Ranking der auflagenstärksten Kiosk-Titel wird von fünf Programmzeitschriften angeführt (Tabelle unten). Dabei haben TV14, TV direkt und nurTV Plus ihren Schwerpunkt im EV. Bei TV digital und Hörzu überwiegt dagegen das Abo.

Während sich das Printwachstum häufig bei kleineren Spezialzeitschriften vollzieht, dominieren Minusraten den Vorjahrsvergleich bei den auflagenstärksten Top 30. Immerhin bleiben Verluste zumeist im einstelligen Prozentbereich. Neben den oben erwähnten Glamour und Spiegel kann auch Meine Familie & ich deutlich um 7,5 Prozent zulegen. Ein kleines Plus von 1,2 Prozent verbucht Bild am Sonntag. Bei Klassikern wie Bunte und Auto Motor und Sport geht der Verkauf nur geringfügig um weniger als ein Prozent zurück.

Die Digitalisierung hat durch die Pandemie einen Schub bekommen. Davon profitieren einerseits die Websites und Apps der Zeitschriftenmarken, andererseits in vielen Fällen auch die ePaper. Bei den frei verkäuflichen Top 30 nach ePaper-Verkauf dominieren Pluszeichen den Vorjahrsvergleich (Tabelle unten). Auffällig ist, dass die im Gesamtverkauf dominanten TV-Zeitschriften in diesem Ranking gar keine Rolle spielen. Spiegel, Glamour und Bild am Sonntag führen das Ranking an – wobei Glamour dank Shopping Week das Gros des ePapers im EV absetzen kann. Bei allen drei Titeln fällt die Zuwachsrate beim ePaper stärker als beim Gesamtverkauf aus, sodass der Anteil am Verkauf zunimmt.

2022-04-27T08:36:58+02:00 April 27th, 2022|Updates|0 Comments