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Nielsen-Werbeumsatz 2022: Spiegel löst Stern als stärksten Kiosk-Titel ab

In der Jahresbilanz der freiverkäuflichen Zeitschriften und Wochenzeitungen gibt es 2022 erstmals seit langem einen Wachwechsel: Der Spiegel führt das Ranking mit einem Bruttoanzeigenumsatz von 93,4 Millionen Euro an, gefolgt von der Zeit mit 88,2 Millionen Euro und Bild am Sonntag mit 83,3 Millionen Euro (Tabelle unten). Der Stern, der über Jahrzehnte die Spitzenposition innehatte, muss sich mit 82,3 Millionen Euro von diesen drei Kiosk-Titeln geschlagen geben. Im Vorjahresvergleich können Spiegel und Zeit zulegen, während Bild am Sonntag und Stern Umsatz einbüßen.

Verbessern können sich auch die beiden TV-Supplements, die nach Umsatz vor allen Kiosk-Titeln rangieren. Über alle vier Regionalausgaben gerechnet, kommt Prisma auf 169,4 Millionen Euro Bruttoumsatz – fast 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Konkurrent rtv Plus erzielt 95,5 Millionen Euro und ein kleines Plus von gut zwei Prozent.

Im Einzelmonat Dezember führt das Trio Spiegel, Zeit und Bild am Sonntag das Umsatz-Ranking an (Grafik unten). Anders als in der Jahresbilanz übertreffen diese drei Kiosk-Titel beide TV-Supplements – offenbar bringt das Weihnachtsgeschäft ihnen komparative Vorteile. Focus rangiert knapp vor dem Stern und deutlich vor der hauseigenen Konkurrentin Bunte. Mit Brigitte und Freundin können zwei 14-täglich erscheinende Zeitschriften in die Phalanx der stärksten Wochentitel einbrechen.

Blickt man auf die relativen Veränderungen gegenüber dem Dezember des Vorjahres, so ragt Elle mit einem Zuwachs von fast 40 Prozent heraus (Grafik unten). Zweistellige Zuwachsraten verbuchen neben den beiden TV-Supplements auch Architectural Digest mit knapp 20 Prozent, die Wirtschaftswoche mit gut 16 Prozent und das ZEITmagazin mit gut 12 Prozent.

2023-01-17T17:16:51+01:00 Januar 17th, 2023|Updates|0 Comments