BLEIBEN SIE AUF DEM LAUFENDEN

Melden Sie sich jetzt beim PZ-Online Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Media-Analyse 2019-I: TV Movie wächst am stärksten bei Frauen, die ZEIT bei Männern

Nachgebende Printreichweite bildet das Gegenstück zu steigender Digitalreichweite. Die neue Medien-Analyse weist daher – nicht überraschend – für die meisten Titel rückläufige Reichweiten aus. Doch es gibt auch Medienmarken, die mit ihren Druckerzeugnissen mehr Menschen als in der Vorstudie erreichen. Nach dem absoluten Leserzuwachs liegt in der Gesamtbevölkerung TV Movie mit 320.000 neuen Lesern ganz vorn (Grafik unten). Dahinter folgen zwei weitere Zeitschriften mit Programm-Infos: Auf einen Blick und Hörzu gewinnen jeweils 180.000 Leser hinzu. In der Aufgliederung nach Geschlechtern zeigt sich ein differenziertes Bild. Die Programmzeitschriften verdanken das Wachstum vor allem den Frauen, bei den Männern legt hingegen Die Zeit am stärksten zu.

Das Ranking der Top 30 nach Reichweite in der Gesamtbevölkerung wird erwartungsgemäß weiter von der ADAC Motorwelt mit knapp 13 Millionen Lesern angeführt (Grafik unten). Mit einigem Abstand folgt Bild am Sonntag. Platz 3 und Platz 6 belegen die konkurrierenden Programm-Supplements rtv und Prisma. Dazwischen liegen die beiden Wochenmagazine Stern und Spiegel, wobei der einstige Reichweitenvorsprung des Stern auf einen kleinen Rest zusammengeschrumpft ist. In der aktuellen Untersuchung kommt der Spiegel mit einem Minus von 4,4 Prozent glimpflicher davon als Stern und Focus, die beide 9,3 Prozent ihrer Leserschaft einbüßen.

Auch bei den Männern führen ADAC Motorwelt und Bild am Sonntag das Reichweiten-Ranking an (Grafik unten). Danach folgen dann aber schon fast gleichauf Spiegel und Sport Bild, gefolgt vom Stern. Bild am Sonntag und Spiegel verzeichnen moderate Verluste, während Stern und Focus auch in der Männer-Zielgruppe fast ein Zehntel verlieren und der prozentuale Gewinn der Zeit sich auf rund ein Fünftel beläuft. Am unteren Ende der Top 30 kann die Wirtschaftswoche ein Plus von gut sieben Prozent verbuchen.

Dass Frauen im Durchschnitt mehr als Männer fernsehen, wissen Mediaplaner schon aus den GfK-Quoten. Die Media-Analyse bestätigt diesen statistischen Befund indirekt. Neben Bild der Frau und Bunte gehören die Programm-Supplements rtv und Prisma zu den meistgelesenen Titeln (Grafik unten). Das Interesse für Politik ist offenkundig geringer ausgeprägt als bei Männern. So rangiert der Stern noch hinter der Brigitte und der Spiegel hinter der Freundin. Zuwächse können neben TV Movie, Hörzu und Auf einen Blick auch Die Aktuelle, TV Digital und Das neue Blatt verbuchen.

 

 

2019-02-20T15:31:18+02:00 Januar 28th, 2019|Updates|0 Comments