BLEIBEN SIE AUF DEM LAUFENDEN

Melden Sie sich jetzt beim PZ-Online Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbeumsatz im Mai: Motorpresse im Minus, Sporttitel im Plus

Die bei PZ Online gelisteten Zeitschriften, Wochenzeitungen und Supplements veröffentlichten im Mai 11.369 Anzeigen- und Beihefterseiten. Damit erzielten sie Bruttowerbeerlöse in Höhe von 271 Millionen Euro. Auffälliger Befund: Für die Motorpresse und andere stark von der Pkw-Werbung abhängige Titel war dieses Frühjahr wegen der Turbulenzen bei VW, Daimler & Co. schwierig. Sporttitel befanden sich dagegen schon früh im WM-Modus.

Über die Hälfte des Gesamtumsatzes entfällt auf die dreißig umsatzstärksten Titel (Grafik unten). rtv Plus führt mit 11,3 Millionen Euro das Ranking an, gefolgt von Bild am Sonntag mit 8,9 Millionen Euro. Spiegel und Stern liegen gleichauf mit 8,5 Millionen Euro. Im Wettrennen der beiden Burda-Flaggschiffe rangiert Bunte mit 8,3 Millionen Euro vor Focus mit 7,9 Millionen. Brigitte ist auf dem achten Rangplatz der umsatzstärkste Titel mit 14-täglicher Erscheinungsweise, ADAC Motorwelt belegt als bester Monatstitel den sechzehnten Platz.

Gegenüber dem Mai des Vorjahres können einige Titel kräftig zulegen (Grafik unten). Landlust steigert den Bruttowerbeumsatz um rund 32 Prozent und Bunte um 16 Prozent. Sport Bild (+15 Prozent und die Montagsausgabe des Kicker (+12 Prozent) profitieren von der WM-Vorbereitung. Auch Wirtschaftswoche (+12 Prozent) und Bild am Sonntag (+10 Prozent) legen zweistellig zu. Auf der Verliererseite steht die Motorpresse. Auto Bild, ADAC Motorwelt und Auto Motor und Sport müssen zweistellige Prozentverluste verschmerzen, nicht zuletzt aufgrund der Turbulenzen bei führenden Pkw-Herstellern. Die Pkw-Branche ist traditionell auch ein Basisanzeigenmarkt der aktuellen Wochenmagazine, von denen – zwei Stern und Focus – ebenfalls ein deutliches Minus verzeichnen. Der Spiegel kann dagegen um rund sechs Prozent zulegen.

Im bisherigen Jahresverlauf liegt rtv Plus mit einem Bruttowerbeerlös von 51,3 Millionen Euro souverän an der Spitze (Tabelle unten). Der Vergleich zum Vorjahr hinkt ein wenig, weil seit November 2017 die TV-Beilage des Stern mit zu rtv gehört. In den ersten fünf Monaten des Vorjahres  wäre rtv allerdings ebenfalls Spitzenreiter gewesen, wenn man West- und Ostausgabe addiert hätte. Wegen der damals noch getrennten Ausweisung lag rtv West hinter dem Stern an zweiter Position. Der Spiegel, im Vorjahr noch Dritter, liegt jetzt auf dem fünften Platz, hat aber immerhin die Zeit wieder überholen können. Focus, im Vorjahr auf dem vierten Platz, musste Bild am Sonntag, Brigitte und die Zeit an sich vorbeiziehen lassen, die alle ein Umsatzplus aufweisen. Auf dem achten Platz glänzt Bunte mit einem Plus von 12 Prozent. Doppelt so hoch ist die Zuwachsrate von TV14 auf Platz 22.

Das Ranking nach absoluten Umsatzzuwächsen im Jahresverlauf (Grafik unten) führt weiterhin Prisma Nord an, eine neu geschaffene Belegungsmöglichkeit. Ein anderer Newcomer dieses Jahres ist Gruner und Jahrs Ideat. Barbara, die Neugründung von 2016, wächst mit einer stattlichen Rate von 19 Prozent. Überhaupt: Titel mit überwiegend weiblicher Leserschaft tun sich momentan tendenziell leichter als „männliche“ Zeitschriften, sofern die nicht gerade mit der Fußball-WM punkten.

2018-06-28T16:49:02+00:00 Juni 18th, 2018|Updates|0 Comments