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Visits im Mai: Tendenzen zur Normalisierung

Der PZ-Verlage erzielen mit digitalen Angeboten im Mai 2,99 Milliarden Visits. Das sind 386 Millionen oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Im März hatte die Wachstumsrate bei 51 Prozent und im April bei 43 Prozent gelegen. Die Maizahlen sind als Schritt zur Normalisierung zu deuten, denn Wachstumsraten zwischen 10 und 20 Prozent hat es auch vor Corona des öfteren gegeben. Ein Blick auf die kalenderbereinigte Zahl der Visits pro Tag (Grafik unten) zeigt, dass der Mai über Vorjahr liegt – aber auch deutlich unter den beiden durch die Pandemie besonders stark geprägten Vormonaten. Der Anteil der mobilen Visits liegt gegenwärtig relativ stabil bei rund 71 Prozent.

Die Rangliste der meistbesuchten Angebote wird weiterhin von den Nachrichtenseiten der Marken Bild, Spiegel und Focus angeführt (Grafik unten). Gegenüber dem Vormonat rückt Wetter.com zu Lasten der Welt einen Platz vor. Dahinter tauschen FAZ.NET und Süddeutsche.de die Plätze. Chefkoch.de und Stern.de ziehen an Zeit online und Chip online vorbei. Im unteren Ende der Top Twenty verbessert sich Transfermarkt.de um drei Plätze. Und Gala.de verdrängt Heise online aus der Spitzengruppe.

Mit der erfolgreichen Eindämmung des Virus geht die Nachfrage nach Corona-Nachrichten nochmals zurück. So weisen alle Nachrichtenseiten weniger Besuche als im Vormonat auf, und das Minus fällt stets zweistellig aus (Grafik unten). Darüber hinaus sinkt nun auch der Bedarf an Computer-Tipps und Kochrezepten, der einschlägigen Nutzwertangeboten im April noch weiteres Wachstum beschert hatte. Einen kräftigen Anstieg der Visits um 26 Prozent gibt es dagegen bei Wetter.com – dem Frühling und den gelockerten Corona-Regeln sei Dank. Die Fußballfans quittieren die Tatsache, dass der Ball wieder rollt und die Transferperiode naht mit einer Steigerung der Besuche bei Transfermarkt.de um 29 Prozent. Autobild und Gala legen ebenfalls zu, wenn auch bei weitem nicht so stark.

Wir nähern uns der Normalität an, doch erreicht haben wir sie noch längst nicht. Deshalb liegen Wetter.com und Transfermarkt.de trotz des Wachstums gegen Vormonat noch immer deutlich unter Vorjahr (Grafik unten). Die anderen Angebote aus den Top Twenty, Funke Medien NRW ausgenommen, weisen mehr Visits als vor Jahresfrist aus. Dabei reicht die Spannweite der Wachstumsraten von 289 Prozent bei der Berliner Morgenpost bis zwei Prozent bei Bild. Unter den überregional ausgerichteten Nachrichtenseiten erzielt FAZ.NET mit rund 62 Prozent den stärksten Zuwachs. Chip online (+ 53 Prozent) und Computerbild.de (+43 Prozent) können möglicherweise nachhaltig vom Schub zur Digitalisierung profitieren. Die Visits bei Finanzen.net (+88 Prozent) dürften durch fortgesetzte Turbulenzen an den Märkten den Sommer über beflügelt werden. Die alte Börsenregel “Sell in May and go away” haben die wenigsten Börsianer befolgt.

2020-06-15T08:46:48+02:00 Juni 13th, 2020|Updates|0 Comments