Mit einem Bruttowerbeumsatz von 92,7 Millionen Euro egalisiert Die Zeit ihr Vorjahresergebnis. Sie profiliert sich damit zum dritten Mal in Folge als führender Titel unter den frei verkäuflichen Zeitschriften und Wochen-/Sonntagszeitungen (Tabelle unten). Mit beträchtlichem Abstand folgen die beiden Hamburger Magazine: Der Stern erreicht 72,2 Millionen Euro, 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr, der Spiegel kommt auf 67,1 Millionen Euro und büßt gegen Vorjahr 9,1 Prozent ein. Bild am Sonntag verbucht 65,0 Millionen Euro ein und Minus von 7,6 Prozent. Focus rangiert mit 63,0 Millionen Euro zwar noch klar hinter dem Spiegel, kann aber geringfügig um 0,3 Prozent zulegen und so den Rückstand auf den direkten Wettbewerber verkürzen. Dahinter folgen dicht beieinander mit Bunte, Bild der Frau und Brigitte die ersten Titel mit überwiegend weiblicher Leserschaft. Bild der Frau kann das Ergebnis gegen Vorjahr leicht um 0,9 Prozent auf 54,7 Millionen Euro steigern.
Insgesamt überwiegen angesichts der fortschreitenden Digitalisierung unter den Top 30 die Minuszeichen. Immerhin bleiben sie zumeist im einstelligen Bereich. Die höchste Zuwachsrate unter den Kiosk-Titeln verbucht TV Spielfilm plus mit 9,8 Prozent. Kleinere Zugewinne melden Auto Motor und Sport und SuperIllu. Auto Bild landet auf Vorjahrsniveau.
Weit vor allen frei verkäuflichen Titeln platziert sich das TV-Supplement Prisma, wenn man dessen vier Regionalausgaben zusammenzählt. Der Bruttowerbeumsatz erreicht 211,9 Millionen Euro, 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie bisher platzieren sich Prisma Süd und Prisma West unter den Top 10 des Rankings, während Prisma Ost und Prisma Nord im Mittelfeld liegen. Die Apotheken Umschau kommt insgesamt auf einen Bruttoumsatz von 55,1 Millionen Euro und realisiert mit beiden Ausgaben ein leichtes Plus.

Im Einzelmonat Dezember führt der Stern das Ranking mit 7,7 Millionen Euro Bruttoumsatz an. Mit einigem Abstand folgen gleichauf Bild am Sonntag, Focus und Die Zeit mit jeweils 6,6 Millionen Euro. Der Spiegel kommt auf 6,4 Millionen Euro, gefolgt von Brigitte mit 5,6 Millionen Euro. Brigitte ist, wie so oft, der einzige Titel mit 14-täglicher Erscheinungsweise unter den Top 10.
Prisma kommt auf 14,1 Millionen Euro, wenn man die vier Regionalausgaben zusammenzählt, und liegt damit, wie üblich, vor allen Kiosk-Titeln. Man sieht allerdings, dass die einzelnen Ausgaben im Dezember etwas schwächer als im Gesamtjahr positioniert sind.

Der Blick auf die relativen Veränderungen gegenüber dem Vorjahrsmonat (Grafik unten) zeigt ein erfreuliches Bild: Zwei Drittel der Top 30 konnten sich verbessern, und das zum Teil deutlich. An der Spitze des Rankings ist allerdings bemerkenswert, dass Die Zeit als Gesamtjahressieger im Dezember heftige Verluste beklagt, während Stern und Spiegel zweistellig zulegen. Besonders auffällig sind hohe Zugewinne der Fernsehzeitschriften. TV Spielfilm plus ragt mit einer Zuwachsrate von rund 81 Prozent heraus. Bei TV Digital beträgt das Plus 52 Prozent, bei TV14 rund 35 Prozent, bei TV Movie 30 Prozent und bei Hörzu 12 Prozent.
Prisma kann das Gesamtergebnis um rund 13 Prozent gegen Vorjahr steigern. Überdurchschnittlich tragen dazu mit Zuwachsraten von je einem Fünftel die Süd- und die Nordausgabe bei.
