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Nielsen-Werbeumsatz Oktober: Die Zeit führt vor Focus, Brigitte und Stern

Das Umsatz-Ranking der Zeitschriften, Wochen-/Sonntagszeitungen und Supplements führt Die Zeit im Oktober einmal mehr mit einem komfortablen Vorsprung an. Die Hamburger Wochenzeitung kommt auf Bruttowerbeeinnahmen von rund 8,7 Millionen Euro (Grafik unten). Relativ dicht beieinander folgen Focus mit 6,4 Millionen Euro, Brigitte mit 6,3 Millionen Euro und der Stern mit 6,0 Millionen Euro. Auf dem fünften Platz liegt die erste von vier Regionalausgaben des TV-Supplements Prisma. Prisma Süd nimmt 5,6 Millionen Euro ein und setzt sich damit knapp vor den Spiegel mit 5,5 Millionen Euro. Prisma West und Prisma Ost platzieren sich ebenfalls in der ersten Hälfte der Top 30. Zählt man noch Prisma Nord hinzu, so kommt die auflagenstarke TV-Beilage insgesamt auf Bruttowerbeeinnahmen von 16,3 Millionen Euro.

Die anhaltend schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung belastet die Werbekonjunktur zunehmend. So dominieren Minuszeichen die relativen Veränderungen der Top 30 gegenüber dem Vorjahr (Grafik unten). Von den freiverkäuflichen, am Kiosk erhältlichen Titeln können vier zulegen, wobei sich Architectural Digest mit einem spektakulären Plus von knapp 31 Prozent in die Top 30 katapultiert. Auto Bild und Focus verbuchen beachtliche Zuwachsraten von 18 Prozent bzw. rund einem Zehntel. TV Spielfilm plus kann um knapp drei Prozent zulegen. Spitzenreiter Zeit kommt mit einem kleinen Minus von 2,2 Prozent glimpflich davon und verzeichnet bei der Magazinbeilage ein klitzekleines Plus von 0,4 Prozent. Auto Motor und Sport sowie Für Sie begrenzen die Minusraten auf maximal zwei Prozent, bei Bild am Sonntag und Stern betragen die Einbußen gut drei bzw. gut vier Prozent.

Prisma verbucht per Saldo ein Plus von knapp elf Prozent im Vorjahrsvergleich. Dahinter verbergen sich divergierende Entwicklungen der Regionalausgaben: Prisma Süd und Prisma Nord legen zweistellig zu, Prisma West steigert sich um sechs Prozent, Prisma Ost stagniert. Extrem gegensätzlich schneiden die Ausgaben der Apotheken Umschau in der beginnenden Grippe-Saison ab: Die später erscheinende Ausgabe B gewinnt knapp ein Drittel, während Ausgabe A ein Viertel verliert.

Blickt man auf die für den bisherigen Jahresverlauf kumulierten Bruttoeinnahmen (Tabelle unten), so liegt Die Zeit unter den Kiosk-Titeln souverän an der Spitze mit 72,8 Millionen Euro (+1,8 Prozent). Es folgen die Hamburger Lokalrivalen Stern mit 56,6 Millionen Euro (+2,0 Prozent) und Spiegel mit 53,3 Millionen Euro (-9,1 Prozent). Beide haben kaum noch eine Chance, bis Jahresende den Rückstand zur Zeit aufzuholen. Wachstum im Vorjahrsvergleich verbuchen SuperIllu (6,6 Prozent), TV Spielfilm plus (4,6 Prozent) sowie Auto Motor und Sport (4,3 Prozent). Auto Bild, Focus und Bild der Frau weisen so geringe Prozentverluste auf, dass ein Turnaround bis Jahresende realistisch ist, wenn´s gut läuft.

Die Bruttowerbeeinnahmen von Prisma betragen insgesamt 175,8 Millionen Euro und liegen damit 5,6 Prozent über Vorjahr. Prisma Nord wächst zweistellig, während Prisma Ost auf Vorjahrsniveau verharrt. Die beiden umsatzstärksten Regionalausgaben aus dem Süden und dem Westen verbuchen Zuwachsraten nahe dem Mittelwert. Die Apotheken Umschau nimmt brutto insgesamt 44,2 Millionen Euro ein, beide Ausgaben liegen im Plus.

2025-11-25T09:15:14+01:00 November 21st, 2025|Updates|0 Comments