BLEIBEN SIE AUF DEM LAUFENDEN

Melden Sie sich jetzt beim PZ-Online Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Auflagen im 4. Quartal: Manchen Titeln gelingt es, gegen den Trend zu wachsen

Insgesamt setzt sich der Abwärtstrend der Auflagen im Zuge der Digitalisierung erwartungsgemäß fort. Auch die durch konjunkturelle Unsicherheit ausgelöste Sparneigung der Konsumenten macht manchen Verlagen zu schaffen. Dennoch zeigt die IVW-Quartalsmeldung einmal mehr, dass es einigen Titeln gelingt, gegen den Trend die Auflage zu steigern. Solche Titel stammen aus verschiedenen Segmenten und wachsen in unterschiedlichen Sparten, teils mit Papierversionen, teils mit digitalen Replica. Ein Blick auf die wachstumsstärksten Titel zeigt die Vielfalt (Abb. unten).

Die Brigitte erzielt mit ihrer Verkaufsauflage das höchste absolute Wachstum. Gegen Vorjahr steigert sich die Zeitschrift um 35.158 Exemplare, entsprechend 17,3 Prozent. Dahinter verbirgt sich primär ein massiver Ausbau des Abos mit Hilfe des ePapers. Im Vorjahrsvergleich stieg der Anteil der digitalen Replica am Gesamtverkauf von fünf auf 26 Prozent.

Im Unterschied dazu verzichtet Lust auf Genuss ganz auf den Einsatz des ePapers. Der Auflagenzuwachs um 10.715 Exemplare oder rund ein Viertel geht fast vollständig auf Erfolge im EV zurück.

TV für mich steigert die Verkaufsauflage um 9.383 Exemplare, entsprechend 2,3 Prozent. Den größten Wachstumsbeitrag leistet der EV, darüber hinaus werden gewisse Verluste im Abo durch einen Ausbau des sonstigen Verkaufs leicht überkompensiert. Das ePaper spielt keine Rolle, wie bei den meisten Fernsehzeitschriften.

Als Computerzeitschrift setzt Chip dagegen zunehmend auf digitale Replica. Den Auflagenzuwachs um 4.578 Exemplare oder 8,2 Prozent verdankt der Titel einer kräftigen Aufstockung des ePapers als Bordexemplar. Dadurch werden moderate Einbußen im Abo und EV mehr als ausgeglichen. Der Anteil des ePapers am Gesamtverkauf steigt gegen Vorjahr von 38 auf 43 Prozent.

Auto Bild Klassik erhöht die Verkaufsauflage um 4.578 Exemplare bzw. acht Prozent gegen Vorjahr. Mit einem starken Zuwachs im EV können Verluste im Abo weit überkompensiert werden. Das ePaper hat mit einem Anteil von sieben Prozent am Gesamtverkauf nur geringe Bedeutung.

Bei den dreißig auflagenstärksten Titeln (Tabelle unten) dominieren Minuszeichen den Vorjahrsvergleich. Ausnahmen bilden die oben schon erwähnten Wachstumstitel Brigitte und TV für mich sowie die Bild am Sonntag, die ihr Vorjahresergebnis egalisiert. Das Ranking wird erwartungsgemäß weiter von Programmtiteln angeführt. Mit knapp 1,2 Millionen verkauften Exemplaren liegt TV 14 souverän an der Spitze, gefolgt von nurTV plus und TV direkt. Unter den Top 10 platzieren sich mit TV Digital, Hörzu, TV pur und TV Movie noch vier weitere Programmzeitschriften. Landlust und Spiegel brechen als erste in die Phalanx der TV-Titel ein.

Unter den aktuellen Wochenmagazinen hat der Spiegel klar die Nase vorn. Er verkauft mit rund 625 TEx deutlich mehr als Focus und Stern zusammengenommen. Allerdings weist der Stern mit einem Minus von vier Prozent in diesem Titeltrio die geringste Einbuße auf. Und Focus schafft es als einziger Titel, den EV nicht nur zu stabilisieren, sondern sogar leicht zu steigern. Der Anteil des ePapers am Gesamtverkauf beträgt beim Spiegel mittlerweile 49 Prozent und bei Focus 47 Prozent. Der Stern kommt auf 24 Prozent.

2026-01-26T09:45:58+01:00 Januar 26th, 2026|Updates|0 Comments