Die Monate Januar und Februar sind unter Anzeigenleitern nicht sonderlich beliebt, denn aus saisonalen Gründen trudeln Aufträge zumeist zögerlich ein. Diesmal könnte aber ein guter Start ins neue Jahr in vielen Verlagshäusern für gute Laune sorgen. So steigert Die Zeit in den ersten beiden Monaten ihren Bruttowerbeumsatz gegen Vorjahr um ein Fünftel auf rund 16,2 Millionen Euro (Tabelle unten). Ähnlich stark legen führende Programmzeitschriften zu. Sechs Angebote, die sich unter den Top 30 – platzieren, erhöhen den Umsatz um zusammen 19 Prozent auf 30,0 Millionen Euro. Die höchste Zuwachsrate verbucht TV digital mit rund 39 Prozent, gefolgt vom Klassiker Hörzu mit 27 Prozent, TV14, TV Spielfilm plus und TV Hören und Sehen mit jeweils rund 13 Prozent sowie TV Movie mit fünf Prozent. Auch unterhalb der Top 30 dominieren die Pluszeichen; das gesamte Segment der Programmzeitschriften steigert sich um 15 Prozent auf 42,5 Millionen Euro. Fast genauso viel verbucht das TV Supplement Prisma insgesamt: Wenn man seine vier Regionalausgaben zusammenzählt, kommt man auf 41,4 Millionen Euro. Gegen Vorjahr beträgt das Wachstum allerdings nur ein Prozent.

Im Einzelmonat Februar führt Die Zeit das Ranking der Top 30 souverän an (Grafik unten). Die Hamburger Wochenzeitung kommt auf rund 8,2 Millionen Euro. Das ist ein komfortabler Vorsprung gegenüber Prisma Süd und Prisma West mit 5,9 bzw. 5,5 Millionen Euro. Über alle vier Regionalausgaben gerechnet, kommt Prisma auf stattliche 17,5 Millionen Euro. Bild am Sonntag liegt mit 5,0 Millionen Euro vor dem Stern mit 4,8 Millionen Euro. Ein wenig überraschend: Zwei Zeitschriften mit vorwiegend weiblicher Leserschaft – Bild der Frau und Bunte – platzieren sich diesmal vor den beiden primär von Männern gelesenen Nachrichtenmagazinen Spiegel und Focus.

Bei den relativen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ragt TV digital mit einer Zuwachsrate von rund 86 Prozent heraus (Grafik unten). Segmentnachbarn wie TV Hören und Sehen sowie Hörzu können mit 25 bzw. 24 Prozent ebenfalls kräftig zulegen. TV14 – nomen est omen – steigert den Bruttowerbeumsatz um rund 14 Prozent. Zufriedenheit dürfte auch beim Vorjahressieger Zeit herrschen: Die Zeitung selbst erhöht den Bruttoumsatz um fast 24 Prozent die Magazinbeilage um 23 Prozent. People Magazines legen zu – Gala um knapp 19 Prozent, Bunte um 12 Prozent, während 14-tägliche Frauenzeitschriften durch die Bank Minuszeichen aufweisen. Uneinheitlich ist das Bild bei Nachrichtenmagazinen und Motorzeitschriften. Focus legt zu, Spiegel gibt nach. Auto Motor und Sport gewinnt, Auto Bild verliert.
Prisma verbucht insgesamt einen leichten Zuwachs von knapp einem Prozent. Auch hier ist das Bild nicht einheitlich: Im Osten und Norden verbuchen die Regionalausgaben steigenden Umsatz, im Süden und Westen leicht fallenden.
