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Im Nutzwertjournalismus zeigen die Visits ganz unterschiedliche Saisonfiguren

Während die Visit-Zahlen im Nachrichtenjournalismus in starkem Maße ereignisgetrieben sind, weisen sie im Nutzwertjournalismus mehr oder weniger stark ausgeprägte saisonale Muster auf. Dabei hängt die  Saisonfigur primär vom Themenfeld ab. Drei Sites mit sehr unterschiedlichen Saisonfiguren zeigt die Grafik unten. Für Chefkoch.de, Wetter.com und Fit for Fun wird die auf den jeweiligen Mittelwert des Jahres 2016 indexierte Anzahl der monatlichen Visits dargestellt. Mit der Indexbildung abstrahiert die Grafik von unterschiedlichen Niveaus der Besuchszahlen und betont die saisonalen Muster. Im Jahresmittel 2016 hatte Wetter.com rund 120 Millionen Visits, Chefkoch.de 79 Millionen und Fit for Fun knapp fünf Millionen.

  • Fit for Fun – Stichwort „gute Vorsätze“ – erreicht seinen saisonalen Höchstwert schon im Januar. Nach einem kleinen Zwischenhoch im April und Mai geht es kontinuierlichen abwärts. Der Verdacht, die Saisonfigur werde in diesem Fall von einem längerfristigen Abwärtstrend überlagert, bestätigt sich nicht: Das Jahr 2015 zeigt eine ähnliche Entwicklung.
  • Die Nachfrage nach Wetterinformationen erreicht ihren Zenit um die Jahresmitte. Am höchsten war sie 2016 im Juni und Juli. Das dürfte einem generellen Muster entsprechen, das so ähnlich auch fürs laufende Jahr erwartet werden kann. Der besonders niedrige Wert für Dezember ist dagegen eher dem Umstand geschuldet, dass es am Jahresende 2016 in Deutschland keine nennenswerten Wetterkapriolen gab. Das muss aber selbstverständlich nicht immer der Fall sein.
  • Wenn das Fitness-Thema aus saisonalen Gründen in den Hintergrund tritt, steigt die Nachfrage nach Rezeptvorschlägen für Leckereien aller Art. Chefkoch.de erzielt die meisten Visits im vierten Quartal. Im Dezember, dem stärksten Monat, lag die Zahl der Besuche 30 Prozent über dem Jahresdurchschnitt.

Wenn man nutzwertige Angebote ein- und desselben Genres betrachtet, stößt man auf ähnliche Saisonfiguren. Die Grafik unten illustriert dies für die Sites von TV Spielfilm, Hörzu und TV Digital, deren Kernnutzen darin besteht, Infos über das Fernsehprogramm zu liefern. Auch hier liegen die Niveaus der Zugriffszahlen weit auseinander: TVSpielfilm.de kommt im Jahresdurchschnitt auf rund 57 Millionen, Hörzu auf sieben Millionen und TV Digital auf eine Million. Die saisonalen Muster der Indexwerte sehen jedoch recht ähnlich aus.  Zum “Sommerloch” mit klar unterdurchschnittlichen Visits gehörte 2016 auch der September, der in weiten Teilen Deutschlands ungewöhnlich warm und sonnig ausfiel.

 

Wohn- und Gartenmedien werden oft in einem Segment zusammengefasst. Doch die saisonalen Muster sehen plausiblerweise völlig anders aus. Schließlich geht es mal um Indoor-, mal um Outdoor-Aktivitäten. Die Grafik unter illustriert dies am Beispiel von Schöner Wohnen (rund zwei Millionen Visits im Jahresmittel) und Mein schöner Garten (rund 2,7 Millionen im Jahresmittel). Mein schöner Garten zählt zu den Sites mit der höchsten relativen Spannweite. Die Besuche der Gartenfreunde und Hobbygärtner liegen im Mai um 50 Prozent über dem Jahresdurchschnitt und um den Jahreswechsel im Winter gut 50 Prozent darunter. Gemessen daran weisen die Visits bei Schöner Wohnen eine moderate Spannweite auf.

2017-09-28T17:36:57+00:00 Januar 19th, 2017|Insights|0 Kommentare

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