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IVW-Nutzungsdaten zeigen: Nachrichtenseiten setzen ganz unterschiedliche Akzente

Nachrichtenseiten haben gemein, dass Inhalt und Nutzung in hohem Maße ereignisgetrieben sind. Die Zahl der Visits hängt mehr von der Nachrichtenlage als von der Jahreszeit ab. Doch der digitale Nachrichtenjournalismus weist auch viele unterschiedliche Facetten auf. Die Verlage verfolgen erkennbar unterschiedliche strategische Ansätze. Das zeigt ein Blick auf aktuelle IVW-Nutzungsdaten der zehn größten Nachrichtenseiten in der PZ Online-Datenbank.

Eine große Spannweite weist der Anteil der Visits auf, die die Homepage einschließen (Grafik unten). Er liegt zwischen 64 Prozent bei Bild.de und sechs Prozent bei der Huffington Post, die sich nach dem Ausscheiden der Gründerin nur noch kurz HuffPost nennt. Der Homepage-Anteil steigt, wenn viele Nutzer über Bookmarks oder URL-Eingabe eine Nachrichtenseite gezielt und bewusst aufrufen. Der Anteil sinkt hingegen, wenn viele Nutzer über Deep Links von Suchmaschinen oder sozialen Medien auf die Site kommen.

Es dürfte kein bloßer Zufall sein, dass die drei Sites mit den niedrigsten Homepage-Anteilen vorn liegen, wenn es um den Anteil der mobilen Visits geht (Grafik unten). Denn bei der mobilen Nutzung spielt ja die Vernetzung über soziale Medien eine besonders große Rolle. Man sieht im Übrigen – besonders am niedrigen Mobil-Anteil von Handelsblatt online -, dass die berufliche Nutzung und der Umgang mit Finanzdaten gewisse Argumente für größere Bildschirme liefern.

Der Anteil der auf Video-Streams entfallenden Visits ist bei der HuffPost mit 15 Prozent am höchsten (Grafik unten). Mit einigem Abstand folgen Focus online mit zehn Prozent und stern.de mit sieben Prozent. Videos sind nicht zuletzt für die Werbeeinnahmen der Sites wichtig. Gutes Material ist allerdings zumeist teuer. Außerdem geht es im Nachrichtenjournalismus oft um abstrakte Zusammenhänge, die sich schwer ins Bild rücken lassen.

Der Anteil der aus dem Ausland stammenden Besuche fällt bei den Sites von F.A.Z., Handelsblatt und ZEIT mit jeweils 18 Prozent am höchsten aus. In absoluter Rechnung liegen auch hier die insgesamt reichweitenstärksten Sites von Bild und Spiegel an der Spitze.

 

2017-09-28T12:29:54+00:00 Juni 7th, 2017|Insights|0 Kommentare

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