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3. Quartal: Auflagenriesen schrumpfen, Kleine und Newcomer legen stark zu

Die bei PZ Online gelisteten Zeitschriften verkauften im 3. Quartal 128 Millionen Exemplare. Das waren saisonbedingt rund sechs Millionen Exemplare mehr als im Vorquartal, allerdings 1,4 Millionen Exemplare oder 1,1% weniger als im 3. Quartal des Vorjahres. In diesen Zahlen sind auch Supplements als Verkäufe an die jeweiligen Trägerobjekte enthalten sowie Mitglieder- und Kundenzeitschriften.

Die dreißig auflagenstärksten frei verkäuflichen Titel (Tabelle unten) verkauften zusammen 19,4 Millionen Exemplare. Davon entfielen 61 Prozent auf den Einzelverkauf, 29 Prozent auf das Abonnement, fünf Prozent auf den Lesezirkel, drei Prozent auf Bordexemplare und zwei Prozent auf den sonstigen Verkauf. Der Anteil des ePapers ist mit knapp einem Prozent noch gering.  Nur ein Drittel aus den Top 30 bietet überhaupt ePaper an. Spiegel und Focus weisen unter den Top 30 mit jeweils gut acht Prozent die höchsten Anteile auf.

Manche Titel steigern den Anteil von EV und Abo

Die hochauflagigen Titel der Spitzengruppe verlieren zumeist Auflage gegenüber dem Vorjahr. Teils, weil gesellschaftliche Trends zur Individualisierung kleineren Spezialzeitschriften und neu gegründeten Nischentiteln zugutekommen, teils infolge der Digitalisierung. Gewinner innerhalb der Top 30 sind die Programmzeitschriften nur TV plus und tv pur sowie tv für mich.

Auffällig ist, wie schon im Vorquartal, dass manche Titel in den Sparten EV/Abo niedrigere Prozentverluste aufweisen als beim Gesamtverkauf.  Besonders markante Beispiele sind Brigitte und Focus. Die gesamte Verkaufsauflage schrumpft bei Brigitte um 10,3 Prozent, während EV und Abo nur um 0,3 Prozent zurückgehen. Bei Focus lauten die entsprechenden Werte 11,0 Prozent und 1,9 Prozent. Stern und Bunte sind weitere Beispiele. Diese Titel „härten“ ihre Auflage, sei es aus verlagsstrategischen Gründen, sei es, weil die Lufthansa ihre Passagiere auf Kontinentalflügen nicht mehr mit Zeitschriften versorgt.

30 Auflagengewinner legen mindestens vier Prozent zu

Wachstum gibt es vor allem bei  kleineren Titeln, bei Newcomern sowie bei manchen Titeln mit geringer Erscheinungsfrequenz. Insgesamt steigern mehr als neunzig Zeitschriften ihre Auflage gegenüber dem Vorjahr. Immerhin 30 Titel, die mindestens neunmal pro Jahr erscheinen, erzielen Auflagenwachstum von vier Prozent und mehr (Grafik unten).

 

Zwei Kinder- bzw. Jugendzeitschriften legen – von niedrigem Niveau aus – prozentual am stärksten zu: Pferde – Freunde fürs Leben steigert die Verkaufsauflage um 61 Prozent auf rund 24 TEx, und Disneys Prinzessin legt um 41 Prozent auf knapp 35 TEx zu. Und während Brigitte Auflage verliert, macht Barbara aus demselben Verlagshaus einen Sprung um gut 30 Prozent auf circa 149 TEx.  Damit ist sie die wachstumsstärkste Zeitschrift für Erwachsene. Auch etablierte Klassiker wie Blinker und Öko-Test-Magazin legen prozentual zweistellig zu. Lediglich ein einziger aus der Gruppe der 30 auflagenstärksten Titel taucht auch im Ranking der Wachstumsgewinner auf: nur TV plus steigert seine Auflage um knapp acht Prozent auf  778 TEx.

2017-10-20T13:19:34+00:00 Oktober 20th, 2017|Updates|0 Kommentare

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